Von den Kursmünzen unterscheiden sich Gedenk- und Sammlermünzen, welche in erster Linie für Sammler geprägt werden, Probeprägungen, sowie Medaillen und Jetons, welche keinen Geldcharakter haben.
Es gibt allerdings auch Sammlerausgaben von Kursmünzen, welche im Münzerhaltungsgrad „Stempelglanz“ (ohne Umlaufschäden) und in den Prägequalitäten „Polierte Platte“ beziehungsweise „Spiegelglanz“ in schützenden Verpackungen verkauft werden.
Vor Einführung des Euro lautete der Nennwert deutscher Kursmünzen - der Währung entsprechend - auf Deutsche Mark (DM) und Pfennig. Vor der Wiedervereinigung existierte in der DDR die Währung Mark, vor dem Zweiten Weltkrieg die Reichsmark und die Rentenmark.
Als deutschlandweite Währung eingeführt wurde die Mark 1871 mit Gründung des Kaiserreiches. Beispiele für deutsche Kursmünzen sind unter den Kursmünzen der Weimarer Republik z. B. die 4-Pfennig-Münze, unter Reichskanzler Brüning verausgabt („Brüningtaler“ oder „Armer Heinrich“), und der „Eichbaum“ (siehe auch unter: Deutsche Währungsgeschichte).
Die Kursmünzen noch älteren Datums tragen Wertangaben auch in Thaler, Kreuzer, Heller, Groschen, Gulden und Schilling.
Entsprechend den Währungen europäischer Nationen gibt es neben den Euro- und Cent-Münzen der Euroländer Kursmünzen z. B. mit Währungseinheits- Angaben wie Pfund und Penny (Großbritannien), Kronen und Öre (Dänemark, Schweden, Norwegen, Island), Rubel und Kopeken Russland, Weißrussland), Franken und Rappen (Schweiz),Hrywnja und Kopijok (Ukraine) Pfund und Cent (Malta), Lira und Kurusch (Türkei) oder auch Forint (Ungarn) und Kronen und Heller/Haleru (Tschechien).
Viele, besonders die aus Übersee stammenden Kursmünzen weisen schöne, landestypische Motive auf (Pflanzen, Tiere, Kultgegenstände).
Als Beispiel aus der Südsee (Südpazifik) sei hier der melanesische Staat Vanuatu aufgeführt: Noch als britisch-französisches Kondominion Neue Hebriden führte er auf den Kursmünzen die Währungsbezeichnung Franc und zeigte Eingeborenenmasken. Nach der Unabhängigkeit Vanuatus (der Landesname kommt von vanua (Land) und atu (selbständig) wurde der Vatu als Währung eingeführt - die Kursmünzen erhielten Motive wie die Kauri-Muschel (vormünzliches Primitivgeld der Eingeborenen) und Schalentier (Krebs).
Ähnlich zeigen Kursmünzen aus Vietnam z. B. oft die Reispflanze.