Das Bargeld wurde in Münzen und Banknoten herausgegeben.
Die folgenden Münzen der Deutschen Mark existierten:
Ferner gab es Gedenkmünzen:
- 5-DM-Gedenkmünzen, geprägt 1952–1980 in Silber, 1980–1986 in Magnimat
- 10-DM-Gedenkmünzen, geprägt 1970–1972 (alle mit der Jahreszahl 1972 aus Anlass der Olympischen Spiele) und 1987–2001
Siehe auch: Liste der Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland (DM)
Die Kleinmünzen zu 1, 5 und 10 Pfennig sowie die 2-Pfennig-Münze ab 1968 wurden in minderer Qualität auf Eisenronden geprägt und lediglich dünn mit einer Kupferschicht auf der Ober- und Unterseite überzogen, sodass sie leicht rosteten, wenn sie längere Zeit ungeschützt feuchter Witterung ausgesetzt waren. Die 2-Pfennig-Münze bis 1968 bestand massiv aus einer 95-prozentigen Kupferlegierung.
Mit der Herstellung der neuen 50-Pfennig-Münze hatten die Prägeanstalten 1949 mit der Beschriftung „Bank deutscher Länder“ begonnen. Karlsruhe (G) ließ die Maschinen 1950 kurzzeitig weiterlaufen, obwohl die Umschrift inzwischen auf „Bundesrepublik Deutschland“ geändert worden war. Die 30.000 Fehlprägungen mit der alten Umschrift wurden aus Kostengründen nicht eingezogen. Dadurch entstanden gesuchte Sammlerstücke, die je nach Erhaltung mit bis zu 700 Euro gehandelt werden.
Die auf den Münzen abgebildete kniende Frau ist Gerda Johanna Werner. In der Abbildung pflanzt sie einen Eichenbaum, was ein Symbol für den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg darstellt. Ihr Ehemann, Richard Martin Werner, der das Bild entworfen hat, wollte damit die Millionen Trümmerfrauen, aber auch die zahlreichen in der Wiederaufforstung tätigen Waldarbeiterinnen ehren.
Auf der 1-DM-Münze abgebildet sind zwei der verbreitetsten deutschen Symbole: Eichenlaub auf der Vorderseite und der Bundesadler auf der Rückseite.
Die erste 2-DM-Münze, die nur 1951 geprägt wurde, zeigt ein ähnliches Bild wie die 1-DM-Münze, allerdings sind neben der Ziffer keine Eichenblätter, sondern Ähren und Trauben abgebildet. Ab dem 21. Juni 1958 wurde sie durch die (seit 1957 geprägte) Münze mit dem Abbild von Max Planck ersetzt, die bis 1971 geprägt wurde. Diese wurde 1973 durch (seit 1969 bzw. 1970 geprägte) Münzen mit den Bildnissen von Konrad Adenauer und Theodor Heuss ersetzt. Ab 1979 kamen weitere Münzen mit Abbildungen von (verstorbenen) Politikern der Bundesrepublik hinzu. Die 2-DM-Münzen dieser Politiker-Serie, die aus dem Werkstoff Magnimat bestehen, sind im Einzelnen:
- Konrad Adenauer, geprägt von 1969 bis 1987
- Theodor Heuss, geprägt von 1970 bis 1987
- Kurt Schumacher, geprägt von 1979 bis 1993
- Ludwig Erhard, geprägt von 1988 bis 2001
- Franz Josef Strauß, geprägt von 1990 bis 2001
- Willy Brandt, geprägt von 1994 bis 2001
Die 5-DM-Umlaufmünze bestand ursprünglich aus einer Silber-Legierung. Als der Metallwert den Nennwert der Münze überstieg, wurde sie 1975 aus dem Umlauf gezogen und eine neue Münze aus Magnimat mit einer moderneren Darstellung des Bundesadlers ausgegeben.
10-DM-Münzen wurden ausschließlich als Sondermünzen geprägt. Sie waren gesetzliches Zahlungsmittel, auch wenn sie im Handel so gut wie nie auftauchten.
Im süddeutschen Raum ist „Zwickel“ eine gängige Bezeichnung für die 2-DM-Münze, für die 5-DM-Münze hingegen ist im norddeutschen Raum die Bezeichnung „Heiermann“ verbreitet. Die 10-Pfennig-Münze wurde umgangssprachlich oft „Groschen“ genannt und die 5-Pfennig-Münze manchmal „Sechser“, was ein halber Groschen ist. Von Sammlern gesuchte seltene Münzen sind (in Klammern der heutige Sammlerwert für eine Münze):
- 5-Pfennig-Münze von 1967 aus Karlsruhe (G) (ca. 75 Euro)
- 10-Pfennig-Münze von 1967 aus Karlsruhe (G) (ca. 75 Euro)
- 50-Pfennig-Münze von 1950 aus Karlsruhe (G) mit fehlerhafter Umschrift (siehe oben, bis zu 700 Euro)
- 50-Pfennig-Münze von 1966 aus Hamburg (J) und von 1995 aus Stuttgart (F) und Karlsruhe (G) (bis zu 100 Euro)
- 1-DM-Münze von 1954 und 1955 aus Karlsruhe (G) (bis zu 1400 Euro)
- 2-DM-Münze von 1951 und 1959 (bis zu 500 Euro)
- 5-DM-Münze zwischen 1951 und 1963 (ab 100 Euro), insbesondere von 1958 aus Hamburg (J) (bis zu 5000 Euro)
Am 26. Juli 2001 gab die Deutsche Bundesbank, ermächtigt durch die Bundesregierung mit dem Gesetz über die Ausprägung einer 1-DM-Goldmünze und die Errichtung der Stiftung „Geld und Währung“ vom 27. Dezember 2000 im Gedenken an die Deutsche Mark die letzte Auflage der Deutschen Mark aus (BGBl I 2000, 2045). Die Münze besteht aus 999er-Feingold und entspricht im Aussehen der zuletzt ausgegebenen 1-DM-Münze mit der Ausnahme, dass die Umschrift auf der Bildseite nicht Bundesrepublik Deutschland, sondern Deutsche Bundesbank lautet.
Die erste Banknotenserie wurde zur Währungsreform 1948 durch die Bank deutscher Länder unter der Hoheit der westlichen Alliierten herausgegeben. Die Gestaltung der Noten orientierte sich sehr stark am US-Dollar. Eine Angabe der Ausgabe-Institution fehlt.
Da zur Währungsreform nur 1-Pfennig-Münzen geprägt wurden, war die Ausgabe von Kleingeldscheinen (½ bis 2 Mark) notwendig. Innerhalb dieser Serie gibt es je zwei verschiedene Ausgaben der 20- und 50-DM-Scheine.
Am 24. Juni 1948 wurde der Gültigkeitsbereich der Deutschen Mark (West) auf die drei westlichen Sektoren von Berlin ausgedehnt. Diese Banknoten bekamen einen Stempel mit einem „B“. Umgangssprachlich wurden diese Scheine daher „Bärenmark“ genannt.
Die Scheine dieser Serie verfügen bis auf Guillochen über keine Sicherheitsmerkmale.
Die zweite Serie wurde 1949 ebenfalls noch von der Bank deutscher Länder herausgegeben und trug den Aufdruck „Bank Deutscher Länder“ anstelle des Wortes „Banknote“. Teilweise sind die Scheine (10 und 20 DM) weitgehend identisch mit denen der ersten Serie.
Als Sicherheitsmerkmale verfügen alle Scheine dieser Serie Guillochen. Des Weiteren haben die 5- und 10-Pfennig- sowie die 5- und 50-DM-Scheine je ein Wasserzeichen. Ferner hat der 5-DM-Schein einen eingelagerten Sicherheitsfaden.
Die dritte Banknotenserie wurde durch die Deutsche Bundesbank zwischen den Jahren 1960 und 1965 ausgegeben (Bundesbank-interne Bezeichnung: „BBK I“). Ihre Gestaltung unterschied sich deutlich von den eher wie ein Provisorium wirkenden vorhergehenden Ausgaben. Um politische Diskussionen über abgebildete Personen und die Motive an sich zu vermeiden, beschränkte man sich bewusst auf die Darstellung sehr alter Gemälde auf der Vorderseite und traditioneller Symbole auf der Rückseite – wie das Wappentier, Eichenblätter oder bekannte symbolträchtige Bauwerke. Ab dem Ausgabejahr 1977 trugen die Banknoten der dritten Serie auf der Rückseite einen Copyright-Vermerk. Durch ihre lange Umlaufzeit und ihre konservative und würdevolle Gestaltung verkörperten die Banknoten dieser Serie für viele Menschen den Wert der D-Mark.
Alle Scheine dieser Serie verfügen über Guillochen sowie je ein Wasserzeichen und einen eingelagerten Sicherheitsstreifen als Sicherheitsmerkmale.
Um im Falle größerer Störungen des Geldumlaufes gewappnet zu sein und gegebenenfalls einen schnellen Austausch der Banknoten vornehmen zu können, entschloss sich die Bundesregierung unter dem Eindruck des Kalten Krieges Anfang der 1960er-Jahre zur Anschaffung von Reservebanknoten. Daher stellte die Bundesbank im Jahre 1962 eine Ersatzbanknoten-Serie mit den Nennwerten 10, 20, 50 und 100 DM mit der Bezeichnung „BBk II“ her. Diese wird auch „Bittrof-Serie“ genannt, nach dem Grafiker Max Bittrof, der die Scheine entworfen hatte. Zu dieser Serie gab es eine eigene Ausgabe nur für West-Berlin, in der es auch eine 5-DM-Note gab.
Im Jahre 1967 stellte die Bundesbank zusätzlich die so genannten „Bundeskassenscheine“ her. Diese hatten im Prinzip die gleiche Aufgabe wie die Ersatzbanknoten, waren aber wesentlich einfacher gestaltet. Ferner gab es sie nur in kleineren Nennwerten (5, 10 und 50 Pfennig sowie 1 und 2 DM), da besonders in Krisenzeiten der Materialwert von Münzen oft ihren Nennwert übersteigt und die Bevölkerung Münzen hortet.
Leider gibt es nicht viele Informationen zu diesen Serien, da die Bundesbank und das Finanzministerium 1988 beschlossen, sie zu vernichten. Das Geld war nicht mehr fälschungssicher genug. Nur einige (gestohlene) Exemplare des Scheines zu 5 DM (1963, West-Berlin) sowie einige Bundeskassenscheine sind in den Umlauf geraten, als eine private Entsorgungsfirma mit der Vernichtung betraut wurde.
Die vierte und letzte Serie erschien ab 1989 und wurde durch den technischen Fortschritt notwendig. Die Fälschung der alten Banknoten wurde immer einfacher, sodass zahlreiche neue Sicherheitsmerkmale in die neuen Scheine eingearbeitet wurden. Neu eingeführt wurde ein achter Nennwert, der 200-DM-Schein.
Auffällig ist bei der Wahl der Motive, die wieder Personen abbildeten, die bewusste Ausgewogenheit hinsichtlich Geschlecht (abwechselnd Frau und Mann), Religion und Arbeitsgebiet der Person (Literatur, Musik, Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft). Zeitweilig wurde zum einen das Geschlechterverhältnis diskutiert (die Brüder Grimm sind zu zweit, dadurch mehr Männer als Frauen auf den Geldscheinen), zum anderen die Summe der Werte (625 DM bei den Frauen, 1260 DM bei den Männern).
Die Rückseite zeigt ein Motiv aus dem Arbeitsgebiet und Lebensumfeld der Person auf der Vorderseite. Die Gestaltung der gesamten Serie stammte von Reinhold Gerstetter, dem seinerzeitigen Chefgrafiker der Bundesdruckerei.
Bei der Erstausgabe waren die Sicherheitsmerkmale aller Banknoten einheitlich. Da die Banknoten zu 50, 100 und 200 DM relativ oft gefälscht wurden, erhielten diese Scheine später auf der Vorderseite ein zusätzliches auffälliges Sicherheitsmerkmal in Form eines Kinegramms, zusätzlich gab es einige kleinere Änderungen.
Weitere Sicherheitsmerkmale auf allen Scheinen dieser Serie sind Guillochen, fühlbare Schriftzüge, Wasserzeichen, ein beschrifteter Sicherheitsfaden und Durchsichtsregister.
Bei der Einführung der Serie kam es wiederholt zu Irritationen, da fast gleichzeitig mit den neuen Banknoten auch noch eine große Menge druckfrischer Scheine der vorherigen Ausgabe in Umlauf kam. Die Deutsche Bundesbank begründete dies damit, dass man „Interventionsbestände“ für den Fall vorrätig gehalten habe, größere Scheinmengen kurzfristig austauschen zu müssen, die nun in den Umlauf gegeben worden seien. Auch gab es nach der Einführung des 10-DM-Scheines wiederholt Medienberichte über Verwechslungen mit dem 100-DM-Schein wegen der Farbähnlichkeit.
Im Laufe der Zeit gab es in der Bevölkerung den Eindruck, dass der 5-DM-Schein relativ selten war.
Ende 1950 – anderthalb Jahre nach der Einführung der Mark – betrug die ausgegebene Bargeldmenge 8 Mrd. DM. Im Jahr 2000 waren es 250 Mrd. DM. Die Bargeldmenge war innerhalb von fünfzig Jahren auf das 31-fache ausgeweitet worden. Das reale Bruttosozialprodukt war in dieser Zeit aber „nur“ um das 8-fache angewachsen. Aus dieser Differenz lässt sich der Kaufkraftverlust der Mark innerhalb dieser fünfzig Jahre ableiten.
Den größten Anteil am Papiergeld hatte im Jahr 2000 der 100-DM-Schein mit 38 %. Den zweitgrößten Anteil hatte mit 33 % kurioserweise der 1000-DM-Schein, der im normalen Bargeldverkehr kaum genutzt wurde.
Bis Ende September 2005 waren nach Informationen der Deutschen Bundesbank 48 % des umlaufenden Münzgeldes noch nicht umgetauscht. Der Nennwert dieser Mark- und Pfennigstücke beträgt 7,24 Mrd. DM. Von den im Umlauf befindlichen Banknoten wurden bis zu diesem Zeitpunkt etwa 3 % bzw. 7,59 Mrd. DM nicht umgetauscht; die meisten davon, 76,5 Mio. Stück, sind 10-DM-Scheine. Der Gesamtwert dieses Geldes beträgt 14,83 Mrd. DM.
Ende November 2008 waren immer noch 177,25 Mio. Scheine im Nennwert von 6,82 Mrd. DM und 24,03 Mrd. Münzen im Nennwert von 7,04 Mrd. DM im Umlauf. Der Gesamtwert dieses Geldes beträgt 13,86 Mrd. DM.